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Fellsache - Alles über ein gesundes Katzenfell

Bastian Behrens Aktualisiert am 26. September 2026 4 Min. Lesezeit
Fellsache - Alles über ein gesundes Katzenfell

Ein glänzendes, gepflegtes Fell ist nicht nur schön anzusehen, es zeigt auch, wie es der Katze geht. Ob Langhaar oder Kurzhaar: Katzen kümmern sich mit großem Eifer selbst darum.

Du kannst sie dabei unterstützen, und du erkennst am Fell früh, wenn etwas nicht stimmt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Katzen putzen sich mehrere Stunden täglich, ein gepflegtes Fell ist ein guter Gesundheitsindikator.
  • Bürsten hilft beim Fellwechsel: bei Kurzhaar ein- bis viermal pro Woche, bei Langhaar täglich.
  • Bürsten fördert die Durchblutung, verringert Haarballen und stärkt die Bindung.
  • Knoten löst du mit den Fingern, große Filzplatten gehören zum Tierarzt.
  • Stumpfes Fell, Schuppen oder Haarausfall können ein Zeichen für Krankheit sein.

Wie Katzen ihr Fell pflegen

Mehrere Stunden täglich verbringen Katzen mit der Fellpflege, sofern sie keine Nacktkatze sind. Ihre raue Zunge wirkt dabei wie Kamm und Bürste: Sie richtet die Haare aus und entfernt Schmutz. Tote, ausgefallene Haare werden dabei verschluckt, sammeln sich im Magen und kommen später oft als Haarballen wieder hoch.

Für Stellen, an die die Zunge nicht kommt, hat die Katze eine Lösung: Sie befeuchtet die Pfote und putzt sich damit zum Beispiel hinter den Ohren. Leo und Clio schließen dabei oft die Augen und schnurren. Leben mehrere Katzen zusammen, helfen sie sich gegenseitig. Bei Leo und Clio sehen wir keine ausgiebige gegenseitige Pflege, aber hin und wieder lecken sie sich den Kopf.

Wohnungskatzen brauchen Hilfe

Katzen, die draußen unterwegs sind, streifen abgestorbene Haare an Ästen, Sträuchern und Gräsern ab und landen so weniger im Magen. Eine Wohnungskatze hat diese Möglichkeit nicht und verschluckt deshalb mehr Fell. Kein Wunder, dass Katzen sich hin und wieder übergeben, um den Magen zu reinigen.

Leo und Clio nutzen auch unsere Beine, um sich von Haaren zu befreien: Sie streifen an uns entlang, und hinterher ist die Hose voller Haare. Wie du der Katze beim Verlust der Haare hilfst, steht im Ratgeber Fellwechsel.

Regelmäßig bürsten

Bürsten ist die einfachste Hilfe. Bei Kurzhaarkatzen reicht je nach Unterwolle ein- bis viermal pro Woche, bei Langhaarkatzen solltest du täglich bürsten – besonders aufwendig ist das bei sehr langhaarigen Rassen wie der Maine Coon. Nur im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst bürstest du häufiger.

  • Passende Bürste: Für Langhaar eignen sich Kamm und Zupfbürste, für Kurzhaar weiche Bürsten oder Gummihandschuhe. Wähle nach der Felllänge und danach, was deine Katze mag.
  • Sanft und kurz: Bürste in Wuchsrichtung, in kurzen Einheiten, und beende sie, wenn die Katze unruhig wird.
  • Belohnung: Ein Leckerli danach macht das Bürsten zum Ritual.

Der Nebeneffekt: Bürsten regt die Durchblutung der Haut an, festigt die Beziehung zwischen Katze und Mensch, und du siehst, wo deine Katze Haare verliert. Gerade im Fellwechsel müssen wir mitunter täglich saugen, bei regelmäßigem Bürsten nur noch jeden zweiten Tag.

Verfilzungen richtig behandeln

Bei Langhaarkatzen und dichtem Unterfell bilden sich Knoten. Löse sie behutsam mit den Fingern und kämme sie nie mit Gewalt aus, das tut weh. Ist das Fell stark verfilzt oder haben sich Filzplatten gebildet, gehört die Katze zum Tierarzt, sonst drohen Hautschäden und Entzündungen. Wie du bei Maine Coon und anderen Halblanghaarrassen vorgehst, steht bei der Maine Coon als Wohnungskatze.

Das Fell als Gesundheitsindikator

Ein gepflegtes Fell ist ein Zeichen für eine gesunde Katze. Umgekehrt solltest du aufmerksam werden, wenn:

  • die Katze sich kaum noch putzt, das kann auf Krankheit oder psychische Probleme hindeuten,
  • das Fell stumpf oder struppig bleibt,
  • Schuppen, kahle Stellen oder Haarausfall auftreten,
  • die Katze sich ständig kratzt.

Dahinter können Parasiten wie Flöhe, Allergien, Hautprobleme oder Stress stecken. Was es ist, muss der Tierarzt klären.

Fellpflege im Alter

Ältere Katzen putzen sich oft weniger gründlich, etwa weil ihnen die Beweglichkeit fehlt. Hier hilft regelmäßiges Bürsten besonders. Lässt eine bisher gepflegte Katze ihr Fell plötzlich verkommen, ist das ein Grund, sie untersuchen zu lassen. Ob Baden in Ausnahmefällen sinnvoll ist, steht bei Katzen baden.

Ernährung und Haarballen

Wichtig für gesunde Haut und ein glänzendes Fell ist neben der Pflege die Ernährung. Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe und Fette sind entscheidend für gesundes Fell. Bei Haarballen kann Malzpaste helfen, die Haare über die Verdauung auszuscheiden. Auch Katzengras ist eine Möglichkeit.

Häufige Fragen zum Katzenfell

Wie oft muss ich meine Katze bürsten?

Bei Kurzhaarkatzen reicht je nach Unterwolle ein- bis viermal pro Woche, bei Langhaarkatzen solltest du täglich bürsten. Im Fellwechsel bürstest du häufiger.

Woran erkenne ich gesundes Fell?

Es glänzt, liegt gleichmäßig an und ist frei von Schuppen, kahlen Stellen und Verfilzungen. Die Katze putzt sich regelmäßig.

Was bedeutet stumpfes Fell?

Stumpfes, struppiges oder fettiges Fell kann auf Ernährungsmängel, Parasiten oder Krankheiten hindeuten. Hält es länger an, sollte der Tierarzt nachsehen.

Was mache ich bei Verfilzungen?

Löse Knoten vorsichtig mit den Fingern und ziehe sie nicht mit Gewalt aus. Bei großen Filzplatten hilft der Tierarzt, sonst drohen Hautschäden.

Leo

Geschrieben von Bastian Behrens

Wir schreiben seit 2012 über das Leben mit unseren Katzen Leo und Clio. Sie waren lange reine Wohnungskatzen und sind heute Freigänger: Leo ist viel draußen unterwegs, Clio geht nur in unserer Gegenwart raus. Mehr über uns