Ratgeber

Sind Katzenhaare ein Grund gegen den Kauf einer Katze? Nein!

Bastian Behrens Aktualisiert am 26. September 2026 4 Min. Lesezeit
Sind Katzenhaare ein Grund gegen den Kauf einer Katze? Nein!

Heute schauen wir einige Jahre zurück, in das Jahr 2011, in dem wir Leo und Clio bekamen und damit den Grundstein für diesen Katzenblog legten. Bevor man sich Katzen anschafft, muss man über einiges nachdenken.

Ein Thema, das man leicht unterschätzt, sind die Katzenhaare.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vor dem Kauf solltest du Aufwand, Kosten, Platz und Gesundheit bedenken, Katzenhaare gehören dazu.
  • Katzenhaare gibt es überall, im Fellwechsel (2-mal im Jahr) besonders viele.
  • Bürsten, Saugen und ein Wäschetrockner halten sie in Grenzen.
  • Bei Allergie ist nicht das Haar der Auslöser, sondern das Protein Fel d 1.
  • Lass vor dem Kauf testen, ob du Katzen verträgst.

Was du vor dem Kauf bedenken solltest

Aus unserer Sicht wichtige Punkte vor dem Kauf einer Katze sind:

  • Aufwand (Zeit): Katzen brauchen täglich Aufmerksamkeit, Pflege und Spiel.
  • Kosten: Futter, Streu, Tierarzt und Zubehör summieren sich, mehr dazu bei Bedeuten 2 Katzen den doppelten Aufwand?.
  • Räumliche Gegebenheiten: Platz für Klo, Kratzbaum und Rückzugsorte.
  • Gesundheitliche Voraussetzungen: zum Beispiel Allergien in der Familie.

Weitere Hinweise zur Anschaffung eines Kätzchens findest du bei Katzenbabys, Wachstum und Entwicklung.

Katzenhaare: Was auf dich zukommt

Rückblickend war das Thema Katzenhaare neben der Frage, wie die Katzen in unseren Alltag passen, eines der wichtigsten, über das wir nachgedacht haben. Freunde sagten uns: „Passt auf, wenn ihr erst einmal Katzen habt, dann werden auch in eurem Kleiderschrank Katzenhaare Einzug erhalten.“

Das konnten wir nicht recht glauben, der Schrank ist ja immer geschlossen. Aber Katzenhaare kommen überall hin. Schon beim Öffnen fliegen ein paar Haare hinein und machen es sich zwischen den Klamotten bequem. Selbst in frisch gewaschener Kleidung bleiben mitunter Haare hängen, besonders in Socken.

Überall waren Katzenhaare: im Kleiderschrank, auf der Couch, unter der Treppe, auf der Fußmatte und in der Küche. Im Fellwechsel, der zweimal im Jahr auftritt, wird es extrem, dann hat man schon beim Streicheln das Gefühl, eine halbe Katze an der Hand kleben zu haben. Trotzdem können wir Leo und Clio nicht böse sein. Man muss seine Putzgewohnheiten nur ein wenig an die Jahreszeit anpassen.

Kleidung, Möbel und Wäsche

Wie viel Haare an der Kleidung hängen bleiben, hängt auch vom Material ab. In den feinen Maschen von Baumwolle verfangen sich Katzenhaare besonders gut, glatte Materialien wie Sportstoffe weisen sie deutlich besser ab. Auch die Farbe hilft: Bei unseren roten Katzen fallen die Haare auf hellen Stoffen kaum auf, vorhanden sind sie trotzdem.

  • Möbel: Fahre mit einer angefeuchteten Hand über die Couch, die Haare bleiben hängen. Eine wiederverwendbare Rolle aus Gummi, die mit Wasser arbeitet, geht noch besser.
  • Wäsche: Stark belastete Kleidung, zum Beispiel Socken, wäschst du getrennt von Kleidung mit wenigen Haaren.
  • Kleiderschrank: Tür schnell schließen, sonst fliegen Haare hinein.
  • Unterwegs: Eine Fusselbürste oder Fusselrolle hilft vor dem Verlassen des Hauses.

Wie viele Haare sind normal?

Katzen verlieren das ganze Jahr Haare, im Frühjahr und Herbst deutlich mehr. Bei Wohnungskatzen verteilt sich der Haarwechsel oft über das ganze Jahr. Bürstest du regelmäßig, landen weniger Haare in der Wohnung und im Magen deiner Katze. Kahle Stellen, Juckreiz oder auffällig viel Haarausfall gehören dagegen zum Tierarzt.

Katzenhaare und Allergie

Wer allergisch auf Katzen reagiert, denkt oft zuerst an die Haare. Der eigentliche Auslöser ist aber meist das Protein Fel d 1, das sich in Speichel, Talgdrüsen und Hautschuppen der Katze findet. Die Haare tragen das Allergen nur weiter. Fel d 1 ist sehr klebrig, haftet an Staubpartikeln und verteilt sich in der ganzen Wohnung.

Wenn in deiner Familie Allergien vorkommen, kannst du dich vor dem Kauf testen lassen, mit einem Haut- oder Bluttest beim Arzt. Zusätzlich hilft es, Zeit mit Katzen zu verbringen, zum Beispiel bei Freunden oder einem Züchter. Warum auch die Norwegische Waldkatze keine Garantie für Allergiker ist, steht im Rassenporträt.

Der Kampf mit den Katzenhaaren

Diese Hilfsmittel spielen bei uns eine zentrale Rolle:

  • Wäschetrockner: Wir haben ihn nach dem Umzug gekauft. Warum er so gut wirkt, steht im Artikel Wäschetrockner gegen Katzenhaare.
  • Staubsauger: Regelmäßiges Saugen ist die Basis, im Fellwechsel fast täglich.
  • Katzenbürste: Wer die Ursache anpackt, bürstet die Haare aus dem Fell, bevor sie ausfallen.
  • Fusselrolle: Für Kleidung und Polster.

Reste an schwer erreichbaren Stellen, etwa unter dem Sofa, holen wir mit einem Teleskopstab mit flachem Wischkopf. Weitere Tipps zum Entfernen von Katzenhaaren stehen bei den 5 Tipps zum Entfernen von Katzenhaaren und im Ratgeber zum Fellwechsel.

Unser Fazit

Katzenhaare gehören dazu, wenn man Katzen hält, es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht. Wir würden Leo und Clio nicht wieder hergeben, auch wenn sie noch viel stärker haaren würden. Verschaffe dir vor dem Kauf ein Bewusstsein dafür, dass später in der ganzen Wohnung Katzenhaare liegen werden. Das ist gar nicht schlimm, denn es gibt gute Hilfsmittel, um sie zu entfernen.

Foto: Patrick Daxenbichler / iStockphoto

Häufige Fragen zu Katzenhaaren

Wie viele Katzenhaare muss ich erwarten?

Katzen verlieren das ganze Jahr Haare, im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst deutlich mehr. Du wirst öfter saugen und bürsten müssen.

Sind Katzenhaare die Ursache von Katzenallergie?

Nicht direkt. Auslöser ist vor allem das Protein Fel d 1 in Speichel, Talgdrüsen und Hautschuppen. Die Haare tragen es nur weiter.

Kann ich vor dem Kauf testen, ob ich auf Katzen allergisch bin?

Ja, mit Haut- oder Bluttest beim Arzt. Zusätzlich lohnt es sich, Zeit mit Katzen zu verbringen, etwa bei einem Züchter oder Freunden.

Welche Hilfsmittel gegen Katzenhaare sind sinnvoll?

Regelmäßiges Bürsten, häufiges Saugen, ein Wäschetrockner für Textilien, eine Gummi- oder Fusselrolle für Möbel und Kleidung in hellen Farben.

Leo

Geschrieben von Bastian Behrens

Wir schreiben seit 2012 über das Leben mit unseren Katzen Leo und Clio. Sie waren lange reine Wohnungskatzen und sind heute Freigänger: Leo ist viel draußen unterwegs, Clio geht nur in unserer Gegenwart raus. Mehr über uns